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Heute abend lade ich Sie ein, über die Frage nachzudenken: Wie sollte Psychoanalyse gelehrt werden? Diese Einladung impliziert, daß ich mit der Art und Weise, wie gegenwärtig überall auf der Welt an den Instituten Psychoanalyse gelehrt wird, nicht zufrieden bin; ich bin in der Tat sehr skeptisch gegenüber unserem psychoanalytischen Ausbildungsprogramm und -verfahren. Ich habe an der Arbeit etlicher Institute teilgenommen: in Wien, Berlin und San Francisco. Ich habe genügend Zeit in London und Paris verbracht und bin zeitweise den Gruppen in Budapest und Los Angeles nahe genug gewesen, um mir ein klares Bild von der Ausbildungsarbeit an diesen Instituten machen zu können. Mit keinem dieser Institute war ich jemals direkt identifiziert, aber 30 Jahre habe ich nun einen großen Teil meines Arbeitslebens damit verbracht, den Kandidaten Vorlesungen zu halten und sie zu analysieren. Diese Position, sozusagen an der Peripherie der Institute, hat mir vielleicht einen klareren Einblick in ihre Struktur und Funktion gegeben, als ich ihn durch Teilnahme an der Programmgestaltung und Politik in deren Verwaltung hätte gewinnen können. Ich war Lehrer der Psychoanalyse, lange bevor es Institute gab. Später beobachtete ich die Diskussionen und Kämpfe — und für kurze Zeit nahm ich an ihnen teil …, die zur formalen Organisation der psychoanalytischen Ausbildung führten. Einige der Analytiker, die unser Ausbildungssystem mit so viel Sorgfalt und Energie aufgebaut haben, werden einem Teil meiner kritischen Anmerkungen widersprechen. Indem ich meinen Status als Veteran betone, mache ich es ihnen hoffentlich leichter, meine Beobachtungen mit einem Achselzucken abzutun: »Diese Argumente galten in den zwanziger Jahren, heute sind sie furchtbar altmodisch.« Aber ich führe diese autobiographischen Daten auch aus, um Sie mit meinem Alter und meiner Erfahrung gehörig zu beeindrucken; vielleicht werde ich heute abend Ihre »übertragung« brauchen. Ich werde einige unerfreuliche Dinge sagen müssen