You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Bauriedl erinnert an die psychoanalytischen Revolutionäre Otto Groß und Wilhelm Reich. Deren Scheitern führt sie darauf zurück, daß sie »Revolution« als Umkehrung des Herr-Knecht-Verhältnisses verstanden, statt die eigene Verstrickung in Herrschaftsverhältnisse zu thematisieren. In der psychoanalytischen Neurosenätiologie entsprechen den beiden »Revolutionstheorien« die Trauma- und die Konflikttheorie. Die Autorin meint, daß nur durch Generalisierung des dialektisch-emanzipatorischen Verfahrens der Psychoanalyse ein Ausweg aus dem Zirkel von Herrschaft sich öffnet.