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Nachdem im 1. Halbband die »persönlichen Voraussetzungen für die therapeutische Berufsausübung«, die »zentralen Bereiche der Analytischen Psychologie« und die »Wirksamkeit des Unbewußten« von mehreren Autoren abgehandelt sind, ist der 2. Halbband unter dem Oberthema »Die Behandlung als menschliche Begegnung« der Empfindungsfunktion, dem Schattenarchetyp in der Jungschen Typenlehre, der Zentroversion, dem Schöpferischen im dialektischen Prozeß, dem Märchenmalen in der analytischen Behandlung, Problemen der Kurztherapie, der Methodik der aktiven Imagination und der Übertragung und Gegenübertragung gewidmet, ohne daß die Beiträge der verschiedenen Autoren in einem systematischen Zusammenhang stehen oder durch eine Einleitung in einen solchen gebracht werden. Lektüre und Besprechung des Bandes sind nicht nur wegen der unterschiedlichen Thematik der Beiträge und abgehandelten Gegenstände schwierig, vor allem auch, weil die Termini unpräzise und lose verwendet werden. Eine »Übersetzung« oder Darstellung der verhandelten Ausführungen in Begriffen der Freudschen Psychoanalyse oder auch nur die Darlegung der Differenzen zu ihr ist sinnlos. Dies wird z. B. in dem Beitrag »Übertragung und Gegenübertragung« von R. Daniel besonders deutlich, in dem Übertragung als »Beziehungsmöglichkeit des Patienten zum Therapeuten« (S. 101) verstanden, Übertragung von Projektion nicht unterschieden wird (S. 109), als Gegenübertragung alle psychischen Reaktionen des »Behandlers« aufgefaßt werden (z. B. S. 121 f., 126) und der Autor ausführt: »Im psychologischen Bereich ermöglicht das Ritual … die symbolische — auf archetypischer Ebene stattfindende — Beziehung zwischen Patientin und Therapeutin« (S. 129). Es hat kaum Sinn, an Hand dieses Bandes sich mit der Jungschen analytischen Psychologie auseinanderzusetzen.