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Es ist nicht zufällig, daß ein schon 1977 erschienenes Buch erst jetzt rezensiert wird, ist doch das Thema Körper trotz »neuer Körpertherapien« und mehrfacher Diskussion auf Tagungen der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung immer noch schwierig für die Psychoanalyse — eine Methode und Theorie, die vorzugsweise über Sprache Sinn sucht und findet. Daß dazu aber immer schon Körpersprache gehört, wußten die »alten« Psychoanalytiker sehr wohl, nur wird diese Tatsache von den »jüngeren« leicht vergessen.
Es ist daher mehr als verdienstvoll, daß Johannes Grunert die Beiträge älterer Psychoanalytiker, die sich mit der Einbeziehung des Körpers in die Psychoanalyse befassen, in einem äußerst lesenswerten Buch vereinigt hat — bereichert durch eine informative Einleitung und einen anschaulichen eigenen Beitrag aus der Gegenwart.
Felix Deutsch zeigt die Bedeutung der Körpersprache, wie sie sich in Organfunktionsstörungen ausdrückt, ohne in allzu phantastische Vorstellungen (wie Groddeck) zu verfallen. Otto Fenichel verbindet prägenitale Störungen der Motorik und Wahrnehmung mit früher Trieb- und Affektabwehr, während Willi Hoffer, die wichtige trianguläre Beziehung zwischen Körper, Selbst und Objekt vorwegnehmend, die Rolle des Körper-Ichs für Selbstverständnis und Selbstbewußtsein betont. Daß dieses Körper-Ich oder Körper-Selbstbild anfangs stark um die orale Zone zentriert ist (die Urhöhle im Sinne von René A. Spitz, der ebenfalls mit einem Aufsatz vertreten ist), dabei aber stets objektbezogen ist und sich über Kontakte mit der Umwelt entwickelt, belegen die Aufsätze von I. Hermann über das frühe Anklammern und von Margaret Mahler, T. Pine und A. Bergman über die erste, bedeutsame Subphase der Differenzierung innerhalb von Separation und Individuation.
Somit erweisen sich frühe Störungen der Mutter-Kind-Beziehung als nicht weniger einschneidende Fixierungsstellen für die mögliche spätere Entstehung psychosomatischer Störungen als etwaige Beeinträchtigungen der Ablösung währe