You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autorin stellt Verlauf und Katamnese einer fünfjährigen Psychoanalyse eines transvestitischen Patienten dar. Mit Hilfe von Phantasien und Traummaterial im Kontext der jeweiligen Behandlungssequenzen lassen sich spezifische Übertragungs- und Gegenübertragungsprobleme erkennen. Die Ätiologie des Transvestitismus wird im vorliegenden Fall auf eine »zweiphasige frühinfantile Traumatisierung in der Individuations-Separationsphase und in der ödipalen Phase« zurückgeführt. Das Tragen von Frauenkleidern erhält — in Analogie zu den Übergangsobjekten — neben dem Schutz vor Verletzungsängsten die Funktion, diese Traumatisierung durch »autonome Bewältigung von Verlassenheitsgefühlen« zu kompensieren. Der Toleranz und Experimentiermöglichkeit im aufgeschlossenen sozialen Umfeld (Subkultur) des Patienten wird eine wichtige Bedeutung für den erfolgreichen Behandlungsverlauf zuerkannt.