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Dies ist ein Buch über die Persönlichkeitsstruktur von phobischen Patienten. Und es scheint mir ein ausgezeichnetes Buch zu sein. Sein Verfasser, heute Professor für Klinische Gruppenpsychotherapie an der Universität Göttingen, arbeitete viele Jahre am Niedersächsischen Landeskrankenhaus Tiefenbrunn, einer der qualifiziertesten Einrichtungen für stationäre Psychotherapie in Deutschland. Damit ist der Hintergrund der profunden klinischen Erfahrung des Autors umrissen. Die Orientierung des Buches ist psychoanalytisch und bezieht sich gleichermaßen auf die Ich- wie die Objekt-Psychologie. In einer Zeit, in der alle möglichen Bezugssysteme in der Psychoanalyse en vogue sind und das ichpsychologische eher despektierlich behandelt wird, mag es dieses Buch nicht leicht haben. Wenn aber Greensons Vermutung zutrifft, daß gerade unter Psychoanalytikern gehäuft phobisch strukturierte Persönlichkeiten die Sicherheit hinter der Couch suchen und finden, müßte Königs Buch eigentlich jeden von uns neugierig machen. Vielleicht kann ich diese Neugier etwas stimulieren.
König schreibt über den phobischen Patienten. Er spricht zwar synonym auch von angsthaften oder angstneurotischen Patienten, aber der Inhalt weist das Thema unmißverständlich aus. Der theoretische Teil des Buches ist wichtig, das Herzstück ist fraglos klinisch. König nähert sich dem Angstpatienten von verschiedenen Seiten her. Von den Symptomen und Ausfällen über die Partnerwahl (und den »Begleiter« in seinen wechselnden Gestalten) bis hin zum Erstgespräch in der Psychotherapie, zu den Schwierigkeiten des Patienten im klassischen analytischen Setting und seinen Problemen in der analytischen Gruppentherapie. Es schließt sich eine ausführliche Erörterung der einzelnen phobischen Unterformen (mit besonderer Berücksichtigung der Herzphobie) und der Beziehungen zur Zwangsneurose an sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den klassischen psychoanalytischen Konzepten zur Genese der Erkrankung. Die Diskussion der Literatur