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Grunert geht den personalen und inhaltlichen, oft wechselnden und komplizierten Verflechtungen bei den psychoanalytischen Ortsgruppen-, Vereins- und Institutsgründungen in München von 1911 bis 1978 nach. Die durch Dokumente belegte, abgesehen von Prioritätsrivalitäten relativ problemlose Integration der verschiedenen therapeutischen Gruppen in die Zweigstelle Bayern des »Deutschen Instituts für Psychologische Forschung und Psychotherapie« und die gleichsam lautlose Übernahme des »gleichgeschalteten« Institutskonzepts in der Nachkriegszeit wird in Relation gesetzt zur Gefährdung, die Institutionalisierung und politische Reflexionslosigkeit für die Psychoanalyse bedeuten können. Die Situation der Psychoanalyse in München während der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsjahre wird durch reichhaltige Originalien dokumentiert.