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Wir dürfen uns darüber freuen, daß der Fischer Verlag Hans Christoffels »Skizzen zur menschlichen Entwicklungspsychologie« in sein Programm aufgenommen hat. Viele junge Ärzte und Psychologen kennen den Autor nicht einmal mehr dem Namen nach. Die im vorliegenden Bändchen gesammelten und von Adolf Portmann eingeleiteten Aufsätze beweisen jedoch, daß dieser anregende Arzt und Psychotherapeut zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.
Hans Christoffel () gehört zu den Pionieren der Psychoanalyse in der Schweiz. Angezogen von den Lehren Sigmund Freuds absolvierte er schon während seines Medizinstudiums in Basel ein Auslandsemester in Wien. Von einem persönlichen Zusammentreffen mit Freud ist allerdings nichts bekannt. 1914-1920 war Christoffel Assistenzarzt am Burghölzli unter Eugen Bleuler. Der 1913 erfolgte Bruch zwischen Freud und Carl Gustav Jung zwang auch Christoffel — wie alle frühen Schweizer Psychoanalytiker — zu einer besonders intensiven Auseinandersetzung mit den Positionen Freuds und Jungs. Christoffel blieb auf der Seite Freuds. Die Gründe für diesen Schritt gehen aus den vorliegenden Schriften nicht hervor. 1920 eröffnete Christoffel in Basel die erste psychoanalytisch orientierte psychiatrische Praxis, was damals einigen Mut erforderte. Thomas Haenel () nimmt in seinen Ausführungen zur Basler Psychiatriegeschichte an, daß Christoffels Habilitationsgesuch aufgrund seines Einstehens für die Psychoanalyse abgelehnt wurde. Derart zurückgewiesen von der Medizinischen Fakultät Basels, suchte Christoffel Kontakt zu Forschern aus anderen Wissensgebieten, die Interesse an der Psychoanalyse zeigten. Als er 1942 die Basler Psychologische Arbeitsgemeinschaft gründete, die sich zum Ziel setzte, Ärzte, Lehrer, Biologen und Psychologen miteinander über psychologische Probleme ins Gespräch zu bringen, war Christoffel bereits seit vielen Jahren ein hochgeschätzter Mitarbeiter und Mitstreiter von Männern wie Paul Federn, Heini Hediger, Heinrich Meng, Oskar Pfister, Adolf Port