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Der Autor diskutiert das Problem menschlicher Destruktivität vor dem Hintergrund der soziologischen Unterscheidung von »erster« und »zweiter Natur«. Trieb als Triebschicksal impliziert bereits seine Vergesellschaftung. Die Destruktivität der gesellschaftlichen »Objektivität«, der nicht mehr von den Individuen erkennbaren Formen von Verdinglichung und Herrschaft, erscheint im Begriff des Todestriebes gleichsam als renaturalisierte biologische Hypostasierung von »zweiter Natur«. Biologie und Geschichte werden so zu scheinbar unverrückbaren Komponenten festgelegter Herrschaftsschemata. Deren Auflösung, folgert der Autor, kann zur Reduktion von Destruktivität und Kriegsgefahr führen.