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Metaphysik und Metapsychologie teilen den gemeinsamen Anspruch, die Kontingenz der Erfahrungswelt hinter sich gelassen zu haben. Beseelt vom Pathos der Wahrheit, halten sie sich im Reich der Ideen auf, die die Phänomene in eine sinnvolle Konstellation bringen, ohne deren Widerspruch fürchten zu müssen. Bedingend dafür ist gleichsam ein Gestus der Überschreitung, der der Evidenz des Augenscheinlichen gegenüber Zweifel anmeldet. Ein Aufschluß über den Zusammenhang der Dinge wird gesucht jenseits sei's der Erscheinungen, sei's der Ordnung des Bewußtseins: die Unterstellung einer Transzendenz der Gesetze des Seins und die Unterstellung eines das Seelenleben determinierenden Unbewußten sind affin hinsichtlich des Bruchs mit der Geschlossenheit der Präsenz, die ihrer Begründung sich mächtigt dünkt.
Philosophiegeschichtlich hat dieser Rekurs auf eine Wahrnehmungs- oder Bewußtseinstranszendenz mit Kants Begriff einer Aufklärung der Vernunft seine einschneidende Revision erfahren. Die von der »Kritik der reinen Vernunft« erhobene Forderung, die Kategorien des Denkens an der Relevanz für eine mögliche Erfahrung zu bemessen, führt auf wenn auch verschlungenen Pfaden bis hin zu dem von Marx erhobenen Postulat einer nicht mehr nur erklärenden, sondern verändernden Praxis.
Dieser Wandel der Philosophie zu einer Kritik an der Metaphysik ist nicht ohne Einfluß auf die Psychoanalyse geblieben. Er findet sich bereits im Werk Freuds, das von einem grundsätzlichen Gegensatz beherrscht ist. Auf der einen Seite hat