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Obwohl bereits vor einigen Jahren erschienen, verdient dieser sorgfältig edierte Sammelband mit 6 Aufsätzen aus der Imago zumindest noch einen kurzen Hinweis. Der Herausgeber hat in seiner Auswahl der Beiträge Überschneidungen mit anderen Bänden, die auch Imago-Aufsätze enthalten, vermeiden wollen. So gelangten zur Aufnahme: Leo Kaplans »Zur Psychologie des Tragischen« , Isidor Sadgers »Von der Pathographie zur Psychographie« , Otto Ranks vielzitierte Studie »Der Doppelgänger« und Theodor Reiks Arbeit »Künstlerisches Schaffen und Witzarbeit« . Neben diesen theoretischen Aufsätzen gibt es zwei Beiträge über einzelne Autoren: Hanns Sachs über Schnitzler und Edmund Bergler über Grabbe .
Eine kenntnisreiche, recht detailliert informierende Einleitung zur Frühgeschichte der psychoanalytischen Literaturinterpretation, die die Geschichte der Zeitschrift Imago und ihrer hier vertretenen Autoren erzählt, sowie eine zuverlässige weiterführende Bibliographie und ein Namen-, Titel- und Sachregister erhöhen den Gebrauchswert dieses Buches. Zwar ist die Imago seit 1969 in einem Kraus-Reprint (Nendeln/Liechtenstein) wieder zugänglich, aber gerade für den heutigen an Literaturpsychologie interessierten Leser dürfte die Einleitung von J. M. Fischer zum richtigen Verständnis des historischen Stellenwerts der einzelnen Beiträge und der Position der einzelnen Autoren in der Geschichte der psychoanalytischen »Bewegung« unentbehrlich sein.