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»Der größte Zauberer unter den Analytikern und fraglos der als Mensch bedeutendste von allen war Georg Groddeck.«
»Sein wahrhaft diabolisches, wie aus dem Höllenofen hervorlugendes Gesicht, aus dem zugleich so tiefe Güte sprach.«
Im Vorwort zur Monographie »Das Ich und das Es« sagt Sigmund Freud, seine Erörterungen »können es nicht vermeiden, manche Theorien zu streifen, die von Nicht-Analytikern oder ehemaligen Analytikern auf ihrem Rückzug von der Analyse aufgestellt wurden«, und fährt fort: »Ich bin sonst immer bereit gewesen, meine Verbindlichkeiten gegen andere Arbeiter anzuerkennen, fühle mich aber in diesem Falle durch keine solche Dankesschuld belastet.« Freud schlägt dann vor, »der Einsicht Groddecks, daß wir gelebt werden von unbekannten, unbeherrschbaren Mächten, Rechnung zu tragen, indem wir das Wesen, das zuerst vorbewußt ist, das Ich heißen, das andere Psychische aber, in welches es sich fortsetzt, und das sich wie unbewußt verhält, nach Groddecks Gebrauch das Es« (dieses und einzelne der folgenden Zitate sind nach Bedarf zusammengezogen und im Druck behandelt).
Falls Freuds Vermutung zutrifft, daß Groddeck »dem Beispiel Nietzsches gefolgt ist, bei dem dieser grammatikalische Ausdruck für das Unpersönliche und sozusagen Naturnotwendige in unserem Wesen durchaus gebräuchlich ist«, so handelt es sich um eine rein formale Anleihe, die schon grammatikalisch in ihren diametralen Gegensatz gewendet ist: Nietzsche sagt: »Es wird gelebt«; Groddeck sagt im »Buch vom Es« : »Der Mensch wird vom Es gelebt« (, S. 10); also: Es lebt — aktiv. Gewiß ist Groddecks Konzeption des Es, wie Freud ausführt: ein Überwältigtsein »bis zum Ausschluß aller anderen Eindrücke«; aber