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Nachdem in den USA in einer zehnjährigen Studie (Kaiser-Permanente) festgestellt worden ist, daß, bei Wahlmöglichkeit, 85% der psychiatrisch-psychotherapeutischen Klienten eine Kurztherapie der zeitlich unbeschränkten, analytisch orientierten Therapie vorziehen, nachdem auch, vielleicht nicht in den Ballungszentren, so doch in den abgelegenen Gebieten wegen des Therapeutenmangels häufig Kurztherapien die einzige Möglichkeit sind, Patienten in ihrem psychischen Elend und ihrer psychischen Hilflosigkeit zu unterstützen und selbstverantwortlich werden zu lassen, scheint die Kurzpsychotherapie einen berechtigten Raum im Therapieangebot von Psychiatern und Psychotherapeuten einnehmen zu können.
So stammen denn die verschiedensten Bücher zur Technik der Kurzpsychotherapie aus den USA. Dazu gehören zwei Bücher von J. Mann, von denen das zweite neu erschienen ist. Das erste war vor einem halben Jahrzehnt, in Europa relativ unbemerkt, auch auf deutsch herausgekommen, mit dem Titel »Psychotherapie in 12 Stunden« (Walter-Verlag, Olten). Warum es in den daran interessierten Kreisen unbeachtet geblieben ist, ist der Rezensentin unklar. Denn schon in jenem ersten Buch beschreibt James Mann, ehemaliger Präsident der Nordamerikanischen Psychoanalytischen Gesellschaft und Lehranalytiker in Boston, wie er vor dem Hintergrund seines analytischen Verständnisses Kurztherapien in