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In der Einleitung des Herausgebers geht es um die Psychologie des Krebskranken und seines Arztes, die die Öffentlichkeit und die medizinpsychologische Forschung zunehmend interessiert. Die Entstehung der Psycho-Onkologie ist ein Resultat dieser Entwicklung. Sie beschäftigt sich u. a. mit den Störungen des »Selbst« des Patienten sowie den Maßnahmen, die eine weitgehende Wiederherstellung des gestörten Selbstgefühls des Krebskranken ermöglichen sollen. Im vorliegenden Buch werden folgende Aspekte der Psycho-Onkologie dargestellt: 1. der jetzige Stand psychoonkologischer Forschung von Ch. Hürny und R. Adler, 2. die Frage der Wahrhaftigkeit am Krankenbett von H. J. Senn, 3. die Dynamik der Arzt-Patientenbeziehung bei Krebskranken von F. Meerwein, 4. die Besonderheiten der Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod sowie Hilfsmöglichkeiten beim krebskranken Kind und seiner Familie von D. Bürgin, 5. die Funktion des onkologischen Zentrums, die damit verbundenen Probleme und ihre Auswirkungen für Hausarzt und Patient von G. Martz sowie schließlich 6. pflegerische Gesichtspunkte von A. Glaus und 7. solche der Sozialarbeit mit Krebskranken und ihren Angehörigen von V. Bunjes. Alle diese Beiträge sollen als Mithilfe bei der Wiederherstellung des durch die Krankheit betroffenen »Selbst« verstanden werden.
Im folgenden werden aus Platzgründen nur die Arbeiten von Senn und Meerwein besprochen, die zusammen fast die Hälfte des vorliegenden Textes ausmachen.
Senn möchte das aus einer problematischen Arzt-Patienten-Angehörigenbeziehung heraus mitproduzierte psychische Leiden der Tumorkranken vermeiden. Vermehrt hört er von unzufriedenen Krebskranken, die ungenügend oder gar nicht über ihre Krankheit informiert worden sind. Dieser Informationsmangel hängt unter anderem damit zusammen, daß auch die Ärzte und das Pflegepersonal bei der Diagnose »maligner Tumor« negative Assoziationen haben und zum Teil aus Angst eine sachliche Auseinandersetzung mit der Krankheit vermeiden. Was die Ärzte