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Sehr früh schon verglich Freud die Arbeit des Analytikers mit der des Archäologen. 1896 schrieb er darüber in »Zur Ätiologie der Hysterie«, daß man sich nicht mit dem oberflächlichen Eindruck begnügen solle, den die Trümmerreste (der alten Stadt — der neurotischen Symptomatik) bieten, sondern daß man »den Schutt wegschaffen und von den sichtbaren Resten aus das Vergrabene aufdecken« müsse (GW I, 427). Freud war bekannt für seine Terrakotten-Sammlung, und das Interesse an der Archäologie und an den Ausgrabungen beschäftigte ihn zeitlebens. Der Christian-Verlag legt mit seinem »Weltatlas der alten Kulturen« ein auf mehrere Bände angelegtes Werk vor, das gerade dem Laienarchäologen und -historiker in der Art Freuds helfen kann, sich einen zuverlässigen, von der Gestaltung her ansprechenden und vergleichsweise mühelosen Zugang zu den alten Kulturen zu verschaffen, die das Fundament nicht nur unserer gegenwärtigen Gesellschaft darstellen, sondern auch die Basis der individuellen Psyche nachhaltig mit prägen.
Die Bebilderung ist hervorragend und nachgerade verschwenderisch; synoptische Übersichten und Reliefkarten ergänzen den optischen Eindruck. Die einzelnen Kapitel geben eine knappe Einführung, ohne im Oberflächlichen zu versanden; wer tiefer schürfen möchte, wird mit Glossarien zu den Fachausdrücken, ausführlichen Registern und Bibliographien gut bedient. Diese Bücher wenden sich in guter englischer Tradition an den interessierten Laien, ohne doch in