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Das Buch enthält eine Sammlung von Aufsätzen, die in der Zeit von 1956-1981 entstanden sind, und dokumentiert das Bemühen des Autors um eine begriffliche Formulierung von Erfahrungen, die er in der Begegnung mit Schizophrenen gesammelt hat. Kernpunkt der Überlegungen von Herner ist die Vorstellung, daß im Rahmen einer schizophrenen Regression eine quasi vorpsychische Körper-Selbst-Organisationsstufe erreicht werde, wobei der Patient sich als sagittal gespalten erlebe: in eine männliche und eine weibliche Seite. Diese Konstellation sei der »Kern unserer Seele« (»the nucleus of our psyche«, S. 40), der bei Schizophrenen makroskopisch sichtbar werde. Die »Störung« — wobei dieses Wort nie gebraucht wird — des Schizophrenen bestünde darin, daß bei ihm die Synthese beider Anteile nicht gelänge: »The problem that the schizophrenic patient has to cope with on this primary level seems to be that of a real human union, i. e. a good intercourse between the two parental figures in his most primary world, namely his own body. It seems that the schizophrenic patient has to experience this in order to receive an impression of his corporal existence« (S. 56). Das Verhältnis beider Teile zueinander bezeichnet der Autor als »dialektisch«, wie er auch seine therapeutische Methode eine »dialektische« nennt: »To the patient, mirroring of the dissimilarity is a crucial therapeutic experience, but only because it occurs in conjunction with its dialectic opposite, that is, the experience of similarity« (S. 63).
Ein besonderer Aufsatz ist der Untersuchung der Frage gewidmet, welche Implikationen das skizzierte Konzept des Körperbildes als »Kern unserer Seele« für die Entwicklung menschlichen Denkens und Sprechens mit sich bringt. Hier zieht der Autor eine Fülle von Material heran, um seine These zu belegen, daß das »Polaritätsprinzip der Sprache« (»polarity principle of language«, S. 75) in der Dualität des menschlichen Körpererlebens begründet sei.
Das Buch ist mit viel Engagement geschriebe