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Die sozialwissenschaftliche Grundlegung und Begründung der Psychoanalyse wird seit den Studien von Alfred Lorenzer energisch vorangetrieben. Davon zeugen die vielfältigen Publikationen, die seither auf dem Wissenschaftsmarkt erschienen sind. Einen dezidiert soziologisch und politologisch orientierten Ansatz hat Klaus Horn formuliert. Ironischerweise scheint er damit dem genuin psychoanalytischen Verständnis von Subjekt-Entwicklung die Streben einziehen zu können, deren die Psychoanalyse als Sozialwissenschaft bedarf. Indem er mit seinen Arbeiten das Subjekt in das Spannungsverhältnis von gesellschaftlicher Bestimmung und Orientierung sowie individueller Disposition und Expression stellt, gelingt es ihm, sowohl der Blindheit purer Soziologie als auch der Ich-Zentrierung blanker Psychoanalyse und Psychologie zu entkommen. Solches Arbeiten ist freilich äußerst riskant, weil es sich den gängigen Erklärungsmustern menschlicher Entwicklung verweigert, wie sie an den Hochschulen und Forschungsinstituten vorherrschen. Die beiden jüngsten Publikationen, die er in Zusammenarbeit mit einem Kollegen und zwei Kolleginnen jetzt vorlegt, bilden keine Ausnahme. Was sich diese Gruppe zumutet, ist nichts anderes als der Versuch,