You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Gegenübertragungsbegriff Freuds umfaßt Konzepte, die der weitverbreiteten Annahme widersprechen, Freud habe in der Gegenübertragung nur eine Störung der psychoanalytischen Behandlung gesehen und mit ihrer Bewältigung eigentlich ihre Beseitigung gemeint. Weithin unberücksichtigt blieben nach Auffassung des Autors einige seiner Vorstellungen zur Behandlungstechnik und -theorie. Das führte zu Mißverständnissen, die u. a. an der Umformulierung des Grundsatzes der Abstinenz zur »Abstinenzregel« exemplifiziert werden.
»What was needed was what Freud occasionally spoke of explicitly but much often implicitly: a spontaneous sympathy of our unconscious with that of theirs«.
Bruno Bettelheim 1983 in »Freud and Man's Soul«