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Der Titel dieses Buches läßt einen mit Interesse danach greifen, in der Hoffnung, es könnte dem Allgemeinmediziner helfen, seinen vielen unter psychosomatischen Beschwerden leidenden Patienten besser gerecht zu werden. Jonas glaubt, es sei für den biologisch vorgebildeten Allgemeinmediziner einfacher, ein Modell zu benützen, in dem die »biologische Grundannahme herrscht, der neurophysiologische Mechanismus sei der das Symptom bestimmende Faktor«. Dabei drückt sich die »Eigensprache des limbischen Systems in der gesprochenen Sprache« des Patienten aus, und es liegt am Therapeuten, diese Sprache zu verstehen. Die Sprache anderer psychotherapeutischer Schulen würden dem Allgemeinmediziner mehr Mühe bereiten. Seelische Konflikte werden durch aus der Phylo- und Ontogenese durchlaufene »pathophysiologische Automatismen« häufig erklärbar, sie teilen sich dem Therapeuten in der Eigensprache des Patienten mit. Konflikte können zur »Ausscheidung von Psychotoxinen auf der Bahn der Schmerzsensoren oder auf der Bahn der Druck- und Temperatursensoren« zu psychosomatischen Beschwerden führen (z. B. Gesichtsschmerzen, Druck auf Brustbein, Erröten). Im psychologischen Gespräch werden die psychogenen Beschwerden, die sich auf einer prälogischen Ebene abspielen, unter Zuhilfenahme der Bearbeitung einfacher Interaktionabfolgen aus dem täglichen Leben, dem Patienten nahegebracht. So kann der Patient erkennen, daß er diese oder jene Verhaltensweise eigentlich gar nicht mehr nötig hat, da er ja kein Kleinkind mehr oder ein den »Schwanz einziehender Hund« (Steißbeinschmerz) ist. In der Therapie ist es wichtig, daß der Therapeut neben der Kenntnis unserer Phylo- und Ontogenese eine scharfe Beobachtungsgabe für die averbalen Manifestationen des Patienten hat. Diese werden zwar auch in vielen anderen psychotherapeutischen Schulen benützt, aber in der Jonasschen Therapie spielen sie zusammen mit der Eigensprache des Patienten eine grundlegende Rolle.
Nackenschmerzen als Zeichen einer nicht ange