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Hysterie ist ein schwieriger und sehr ambivalent besetzter Begriff geworden. Während »Hysterisches« in aller Munde ist und von Laien wie von Kollegen eher plakativ und ein wenig abwertend gebraucht wird, um unecht wirkende Verhaltensweisen zu bezeichnen, kommt der Krankheitsbegriff Hysterie in psychoanalytischen Fallseminaren immer seltener vor und wird als eigenständige Neurose kaum noch diagnostiziert.
Mentzos bemüht sich um eine neue Begriffsbestimmung und um eine Klärung der Frage, inwieweit der Begriff »Hysterie« brauchbar ist. Sein Buch ist in einer einfachen, praxisnahen Sprache abgefaßt und liest sich sehr spannend. Der erste Abschnitt ist klinisch-deskriptiv orientiert. Ausgehend von der hysterischen Symptomatologie mit körperlichen Funktionsstörungen (Konversion), psychischen Funktionsstörungen (Dissoziation, Amnesie) und Charakterstörungen, stellt Mentzos die Konzepte der Theorie und die Mechanismen hysterischer