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In den drei Bänden geht es nicht nur um Glauben, sondern auch um Symbole, Bilder, Repräsentanzen, um »Sinn-Bilder«, wie der Autor sie nennt. Insofern befaßt sich das Buch mit dem ureigensten Gegenstand der Psychoanalyse: den unbewußten Phantasien. Es verdient daher sehr wohl, in einer Zeitschrift wie der Psyche besprochen zu werden.
Der Verfasser untersucht die Wirkung von Sinnbildern im täglichen Leben und kommt dabei zu einer höchst subjektiven, aber unmittelbar einleuchtenden Einteilung: »Lebenswichtige und religiöse Sinnbilder, solche, die in die Enge führen, und schöpferische Sinn-Bilder«. Es geht außerdem um Sinnbilder gesellschaftlicher Macht, der Familie, und des »langsam sterbenden Gottes«. Auch Sinnbilder vom Körper, vom Teufel, vom Opfer und vom »Mensch gewordenen Gott« fehlen nicht.
Sinnbilder werden durch die frühe Lebenserfahrung von Wärme oder Kälte geprägt. Der Erziehungsstil der Eltern prägt ihre individuelle Ausformung. Bei einigermaßen gelungener Sozialisation können sie »schützen, stärken und trösten« (Bd. I, S. 27). Aus Geschichte und Kultur stammen ihre Inhalte: Zum einen aus der jüdisch-christlich-abendländischen Tradition eines lebendigen und strengen Gottes, der auf Einhaltung der Gesetze pocht (Bd. II, S. 20 f., S. 26 f.), gefolgt vom versöhnlich gestimmten Gott des neuen Testaments, der den Menschen Christus schickt, der seinerseits die Sünden der Welt auf sich nimmt, so daß Gott den Menschen wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn verzeihen kann. Zum anderen gehen sie auf die griechische Mythologie zurück, die zum Beispiel mit dem Ödipusmythos eine für den Theologen ungewohnte Form der Vater-Sohn-Beziehung darstellt, in der der Sohn nicht wie Christus Gott gehorcht, sondern den Vater ebenso bedroht wie dieser ihn (Bd. I, S. 63 f.). Wie Sinnbilder in die Enge treiben können, zeigt Spiegel am Beispiel von Tilmann Mosers »Gottesvergiftung«, und wie sie ausgebeutet werden können, an der Werbung, die —schönes Beispiel für ein »double bind