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Das Buch besteht aus drei Teilen: Im ersten Teil werden Sexualität und Perversionen auf dem Hintergrund der einschlägigen Literatur aufgearbeitet und zwar nicht nur aus der Perspektive Sigmund Freuds und dessen »Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie«, sondern ebenso unter Bezugnahme auf, wie der Rezensent sie nennen möchte, »para-psychoanaltische« Literatur, die, historisch gesehen, vor Freud von Autoren wie Krafft-Ebing, Havelock Ellis und anderen stammt, und nach Freud zum Beispiel von phänomenologisch-anthropologisch orientierten Autoren wie Binswanger, Boss und von Gebsattel. Auch auf Sigmund Freud aufbauende psychoanalytische Literatur kommt nicht zu kurz: Die Ich-Psychologie, die Objekttheorie, das Narzißmuskonzept unter besonderer Berücksichtigung von Kohuts Beiträgen und vor allem: gesellschaftskritische Aspekte, unter denen die Arbeiten Igor Carusos besonders im Vordergrund stehen (die Autorin hat bei Caruso an der Universität Salzburg über ein psychoanalytisches Thema promoviert). Die destruktiven Anteile perversen Verhaltens kommen bei Stollers Verständnis der Perversität als »erotischer Form von Haß« am deutlichsten zum Ausdruck, die Rolle der Trennungsangst bei Socarides und Margret Mahler. Nach dieser die einschlägige Literatur umfassenden Literaturübersicht folgt, merkwürdig unvermittelt, der zweite Teil des Buches mit Grundvorstellungen der sogenannten »dynamischen Psychiatrie« (die Verfasserin war eine Mitarbeiterin Ammons in den siebziger Jahren): Hier wird ohne nähere Begründung die Libidotheorie zugunsten einer Theorie der »sozialen Energie« aufgegeben, die dem heranwachsenden Kind von seiner Umwelt entweder zugeführt oder verweigert wird. Wird sie ihm verweigert, dann resultieren das Ammonsche »Loch im Ich«, destruktiver und defizitärer Narzißmus (S. 123), eine nicht bewältigte Aggressivität, fehlende Ich-Abgrenzung und fehlende Gruppenfähigkeit. Unter diesen Bedingungen kann sexuelle Identitätsfindung sich nicht entwickeln. Es manifestiert sich s