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Meine erste — keineswegs kritische — Veröffentlichung über die brasilianische Psychoanalyse erschien 1978.
Mein Interesse an ihr reicht bis ins Jahr 1968 zurück, als ich einen ersten Teil meiner eigenen Analyse in Rio, in portugiesischer Sprache, gemacht habe. Seither beobachte ich die Psychoanalyse in Brasilien, mal aus der Nähe, mal aus der Ferne mit wohlwollender, aber auch kritischer Anteilnahme. Mit den gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen sie sich entwickelt, habe ich mich sozialwissenschaftlich eingehend beschäftigt. Frau Schneiders Unterstellungen in bezug auf meine Person — Kenntnisnahme der brasilianischen Psychoanalyse erst in der Krise, Unkenntnis der psychoanalytischen Literatur in portugiesischer Sprache etc. — sind falsch.
In welchem Zahlenverhältnis Gegner, Opfer, Mitläufer und Repräsentanten der Diktatur auf der Couch gelegen haben, ob auch bei Psychoanalytikern die ortsüblichen Wangenküsse vorkommen und andere Details können hier undiskutiert bleiben. Bemerkenswert finde ich jedoch, daß sie Frau Schneider nur als verallgemeinerte Behauptungen und damit unrichtig zur Kenntnis nimmt. Für alle solche Angaben gilt jedenfalls, daß ich persönlich Betroffene kenne, auf die sie zutreffen.
Der Vorwurf, nicht neutral berichtet zu haben, trifft mich nicht, denn das war nicht meine Absicht. Ich wollte sachlich, fair, aber auch kritisch berichten, wo es um autoritäre Gesellschaftsstrukturen, rüde Machtpolitik, skrupellose Diffamierung Andersdenkender, glatte Lügen und Folter geht. Der Vorwurf, meine Einschätzungen seien problematisch, weil sie ausschließlich auf Informationen seitens direkt Beteiligter beruhten, ist nicht nur unbegründet, sondern fällt auch auf Frau Schneider zurück, die »sehr aktiv an den beschriebenen Ereignissen teilgenommen hat«.
Zentral in Frau Schneiders Argumentation ist die Behauptung, der Konflikt hänge eng mit einem anderen zusammen, dessen Ausgangspunkt in den 60er Jahren liege. Der von ihr als »nicht-autoritär« charakterisierte We