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Im ersten Teil der aus dem Nachlaß veröffentlichten Vorlesungen erörtert Brückner die Frage der Faschisierung in Deutschland. Das Problem, wie Psychologie und Psychoanalyse »zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen«, stellt uns vor die Frage, »wessen Probleme die Wissenschaft löst« und »wer (…) da ihr Auftraggeber« ist (S. 9). Denn tatsächlich haben die Rechte und die Linke in der Zeit von 1929-33 ganz unterschiedlichen Gebrauch von der Psychologie gemacht.
Reich stellte der Ökonomie und Soziologie die Psychoanalyse als Hilfswissenschaft zur Seite, um das der marxistischen Theorie widersprechende Problem, daß die Massen mit wachsender Verelendung statt nach links nach rechts rücken, massenpsychologisch zu erhellen. In ähnlicher Weise erklärte Horkheimer die Psychoanalyse zur Hilfswissenschaft der Geschichte, weil sie allein die Frage beantworten könne, warum »das Handeln numerisch bedeutender sozialer Schichten nicht nur durch die Erkenntnis, sondern durch eine das Bewußtsein verfälschende Triebmotorik bestimmt ist« (S. 12).
In der Wirtschaft setzte sich zur gleichen Zeit ein ganz anderes Interesse an der Psychologie durch. Denn für Hersey oder Moede, Vertreter der akademischen Psychologie, wurde Psychologie zur »Hilfswissenschaft (…) der Betriebs- und Arbeitswissenschaft« (S. 18). War für Marxisten wie Reich, Horkheimer und Fromm das erkenntnisleitende Interesse »die Hemmung eines historischen oder mikrohistorischen Verlaufs«, »der gemäß den Einsichten ihrer gesellschaftlichen Vernunft zu erwarten war«, so stellte für die Rechte die Störung des Betriebssystems, das den Unternehmerzielen entsprechend reibungslos zu funkionieren hat, das erkenntnisleitende Interesse für die Analyse der »Person« und damit »der Seele im Arbeitsprozeß« dar (S. 19). »Die Industrie beklagt einen Mangel an Anpassung ihrer »Mitarbeiter«, der Marxist den Mangel an Anpassungsverweigerung« (S. 20).
Weil es der traditionellen Theorie von Hersey und Moede bis zu Bondy und Hofstätter darum g