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Psychoanalyse, Literatur und Literaturwissenschaft auf ihre Verschränkung hin systematisch und exemplarisch zu befragen, ist erklärtes Ziel der inzwischen kontinuierlich vom Wissenschaftlichen Zentrum II der Gesamthochschule Kassel veranstalteten Symposien, die in der Zeitschrift fragmente dokumentiert werden. Daß diese im organisierten Wissenschaftsbetrieb mehr oder minder starr voneinander getrennt gehaltenen »Disziplinen« originär und historisch stärker miteinander verbunden sind, als es ein bloß modisch herangetragener interdisziplinärer Anspruch postulieren könnte, ist unter dem Titel »Selbstvergessenheit« im II. Symposion thematisiert und analysiert worden (fragmente 7/8). Vergessen nämlich wurde die literarische Tradition der Psychoanalyse — um die Freud noch wußte — von der Psychoanalyse selbst, je mehr sie sich als Wissenschaft durchsetzte und etablierte, so daß die Reaktivierung des »psychohistorischen Gedächtnisses« (Sonnemann) zugleich eine Geschichte der Verdrängung bloßlegt, die sich im Innern einer Wissenschaft ereignete, die ihre Aufgabe gerade in der Bloßlegung von Verdrängungen sieht. Selbstvergessenheit aber auch so verstanden, daß man gleichsam die Geschichte, die ja immer auch Literaturgeschichte ist, »auf die Couch« legt und mittels psychoanalytischer Techniken dem Traumhaften