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Die Arbeit besteht aus zwei Teilen: einem Sammelreferat zur »life-event-Forschuns« in der Kindheit, vor allem zu Deprivations- und Trennungserlebnissen. Zum anderen werden die Ergebnisse einer eigenen Nachuntersuchung an 137 Jugendlichen im Pubertätsalter vorgestellt, die in ihrer Kindheit in Schweizer Kinderheimen untergebracht waren und zu dieser Zeit bereits in einer ersten Untersuchung erfaßt wurden. Das wohl wichtigste Ergebnis der Untersuchung: die hospitalisierten Kinder zeigten bei der psychiatrisch-psychologischen Nachuntersuchung in der Pubertät sehr oft ein »gehemmt-depressives Syndrom«, gekennzeichnet durch Schlafstörungen, vergleichsweise geringere Lebhaftigkeit, Überangepaßtheit und Aggressionshemmung, Zurückgezogenheit, deprimierte Stimmung, Überempfindlichkeit, Ängstlichkeit und Sprachstörungen (S. 125). 62% der Nachuntersuchten wiesen mindestens 5 Symptome gleichzeitig auf (S. 126). Mangels einer parallelisierten Kontrollstichprobe läßt sich die relative Häufigkeit der Symptomatik nur im Vergleich mit Ergebnissen anderer Erhebungen abschätzen. In einer Untersuchung an 280 Schweizer Schulkindern im Alter von 14 Jahren z. B., die zum Vergleich herangezogen wird, wiesen nur 10% der Kinder die gleiche Anzahl von Symptomen auf (S. 126). Hieraus müßte man eigentlich schließen, daß die Häufigkeit der überwiegend depressiven Symptome in der vorliegenden Stichprobe früh hospitalisierter Jugendlicher den statistischen Erwartungswert annähernd um das Sechsfache übersteigt. Mit einer nicht immer nachvollziehbaren Argumentation wollen Ernst und von Luckner belegen, daß die von ihnen gefundene Störungsrate um nicht mehr als das Doppelte über dem Bevölkerungsdurchschnitt liegt. So führen sie etwa an, in ihrer Untersuchung sei sorgfältiger auf Symptome geachtet worden als in den Vergleichsstudien. »Verhaltensstörungen«, im Gegensatz zu dem als »emotionale Störung« bezeichneten depressiven Syndrom, wie Aggressivität oder destruktive Tendenzen vs. Übervorsichtigkeit