You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Läßt sich in Max Webers Aufsatz »Die »Objektivität« sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis« — der seinerzeit mit Billigung Werner Sombarts und Edgar Jaffés erschien — zur Frage der Wertfreiheit in den Wissenschaften der knapp und provokativ formulierte Satz finden: »Gesinnungslosigkeit und wissenschaftliche »Objektivität« haben keinerlei innere Verwandtschaft«, so ist Karl R. Popper, der als Begründer des Kritischen Rationalismus in der Tradition Weberschen Denkens stand, zurückhaltender, wenn er schreibt, daß »es eine der Aufgaben der wissenschaftlichen Kritik sein muß, Wertvermischungen bloßzulegen und die rein wissenschaftlichen Wertfragen nach Wahrheit, Relevanz, Einfachheit und so weiter von außerwissenschaftlichen Fragen zu trennen« (vgl. Popper: Die Logik der Sozialwissenschaften. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 14 S. 241).