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An Freuds Triebbegriff, den er als »Grenzkonzept« zwischen Innen- und Außenwelt versteht, versucht Bloom zu zeigen, wie stark Freud jüdischer Denktradition verhaftet ist. Einerseits sei Freud auf Grund seiner Wissenschaftsgläubigkeit und seines Materialismus auf die Außenwelt orientiert (Realitätsprinzip), andererseits auf Grund seiner (Bloom zufolge ausgeprägt jüdischen) Leidenschaft fürs Interpretieren auf die Innenwelt. Dieser grundlegende spekulative Dualismus jüdischer Tradition rücke Freud trotz aller biologisch-materialistischen Ausrichtung in die Nähe der Philosophie.