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»Kein Gebiet der Psychologie ist hinsichtlich seiner Theorie für diejenigen, die es studieren, verwirrender, als das der Persönlichkeit.« Mit diesem Zitat von Sears beginnt Pervin seinen Versuch, einen Überblick über den Entwicklungsstand der wichtigsten Persönlichkeitstheorien zu geben. Deren kaum überschaubare Vielfalt und Heterogenität zwingt allerdings zu einer umfangreichen Vorbereitung: Die ersten 150 Seiten des Buches dienen der Konstruktion eines theoretischen Rahmens, der die unterschiedlichen Ansätze zumindest in einem einheitlichen Kontext analysierbar erscheinen läßt. Es ist klar, daß Pervin dabei ständig in die nach wie vor schwelenden Kontroversen zwischen sich bekämpfenden Denkweisen und Methoden gerät. Er versucht, eine Option für einen bestimmten Ansatz zu vermeiden und bezieht sich statt dessen auf die Erfordernisse einer zukünftigen Theorie. Denn die allumfassende Persönlichkeitstheorie ist noch nicht in Sicht. Man kann aber sagen, wie sie aussehen soll: »Eine ideale Persönlichkeitstheorie sollte Gesetze beinhalten, die sich auf menschliches Verhalten anwenden lassen; Gesetze, die die Unterscheidung zwischen idiographisch und nomothetisch, zwischen einem verstehenden und einem erklärenden Ansatz überflüssig machen. Wenn wir zu solchen Gesetzen kommen wollen, müssen wir Theorien entwickeln, die weder spekulativ, noch steril sind, sondern die Organisation von bekannten Fakten erlauben und eine Einsicht in das Unbekannte erlauben« (S. 36). Die bisherigen Methoden können durchweg keinen Anspruch auf »Alleinherrschaft« stellen: »Wir glauben, daß jede Einschätzungstechnik ein kleines Stück menschliches Verhalten sichtbar macht, und daß kein Test die Gesamtpersönlichkeit eines jeden Individuums abbildet oder abbilden kann« (S. 102). Bei näherem Hinsehen zeigt sich ohnehin, daß die Forschung nicht zuletzt auch durch konstitutive »Basisphilosophien« persönlicher Art geprägt (und in ihrer Selektivität festgelegt) ist. — Vor diesem Hintergrund stellt Pervin