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Freuds Stellung zur neuzeitlichen Philosophie ist dadurch gekennzeichnet, daß er deren Identifizierung von Seele und Bewußtsein zerstörte. Anders aber als seine Vorläufer bei der Formulierung einer Philosophie des Unbewußten (Schelling, Herbart, E. von Hartmann, Nietzsche) konstatierte Freud nicht einfach die Existenz eines »Anderen der Vernunft«, sondern deckte die Dynamik zwischen Bewußtem und Unbewußtem auf. So erscheint bei ihm das Unbewußte nicht länger als ein Irrationales, vielmehr als eine spezifische Ordnung oder Sprache, die der Entzifferung, und das heißt: der Aufklärung zugänglich ist.