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Forscher der jüdischen Gesellschaft haben beobachtet, daß es nach katastrophalen Ereignissen immer erst in der nächsten Generation schriftliche Reaktionen darauf gab. Als einer aus der Generation des jüdischen Holocaust verstehe ich heute, wie schwierig und von welcher Komplexität es ist, eine soziale Katastrophe solchen Ausmaßes in ein individuelles Selbstbild und das einer Gruppe zu integrieren.
Heute, 1985, sieht sich eine neue Generation von Psychoanalytikern mit dieser Herausforderung konfrontiert. Viele der früheren Antagonisten, Juden und Deutschen, fühlen, daß die Zeit gekommen ist, uns von den historischen Anomalitäten der Nazi-Erfahrung zu befreien und die psychotische Kluft zu überbrücken, damit wir uns eine historisch normalere Sicht unserer selbst und unserer Kollegen zu eigen machen können. Aber als Analytiker stellen wir fest, daß weder Verleugnen, Vergessen, Verharmlosen, Rationalisieren noch Nichtanerkennen wirkliches