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Keine Frage — wie versteckt von unseren Alltagsgeschäften auch immer, wie versteckt auch immer von unserer massenmedialen Vergnügungsindustrie: die Krisenstimmung in unseren hochzivilisierten Industriegesellschaften nimmt zu, Katastrophen- und Zukunftsangst wachsen angesichts der Weltwirtschaftsprobleme, der Aufrüstungspolitik, des drohenden ökologischen Zusammenbruchs; und zum Hauptproblem wird mehr und mehr, daß wir nichts mehr wissen wollen von diesen Problemen. Die psychische und intellektuelle Bereitschaft der Menschen reicht offenbar nicht mehr aus, die Fülle der Krisennachrichten, die Tag für Tag auf uns eindringt, zu verkraften. Stattdessen sucht eine steigende Zahl Zuflucht und Trost in einfachen Erklärungen und unkomplizierter Entlastung. Man flieht aus der Welt der gar nicht so neuen »Unübersichtlichkeiten« zurück zu alten Antworten und Mythen: die Stunde des Irrationalismus schlägt wieder, die Stunde der Abwehr, der kollektiven und individuellen Regression.
Zufall daher, daß im Zuge dieses »postmodernen« Irrationalismus der — man sollte meinen — einer aufklärerischen Tradition verpflichtete Rowohlt-Verlag eine Okkultismus-Reihe eröffnet hat, mit dem Titel »transformation«, und statt dessen die sozialkritisch-psychoanalytisch orientierte Zeitschrift »psychosozial« aus dem Programm warf? (Sie wird fortan im Weinheimer Beltz-Verlag erscheinen.) Zufall daher auch, daß der langjährige Erfolgsautor dieses Verlages und