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Das Buch von A. Stein und H. Stein verfolgt mehrere Linien — die Zusammenfassung der analytischen Kreativitätskonzepte, die Gefahren einer Verkürzung des Narzißmus-Konzepts und eine Neubesinnung auf die Grundlage der Psychoanalyse als kreativen Prozeß durch Vergegenwärtigung ihrer geistigen Wurzeln in der deutschen idealistischen Philosophie und der Romantik. Aus dieser Sicht stellt sich die Psychoanalyse als eine Fortführung von geistesgeschichtlichen Grundproblemen — Integration von Sinnlichkeit und Verstand — im therapeutischen Feld dar.
Das kreative Zentrum der Psychoanalyse sehen die Autoren in der freien Assoziation und der gleichschwebenden Aufmerksamkeit. Die freie Assoziation ist in gleichsinniger Weise von Schiller und Börne beschrieben worden. So ist Kreativität nicht eines der möglichen Themen, an denen sich psychoanalytische Konzepte bewähren können, sondern es geht bei diesem Thema immer auch zentral um das Selbstverständnis der Psychoanalyse, indem sie Kreativität im therapeutischen Prozeß nutzt und hier ihr Zentrum hat.
Die Zwischenstellung der Psychoanalyse zwischen Kunst und wissenschaftlicher Psychologie gibt allen ihren Bestimmungen einen doppelten Bezug und birgt die