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Von der kritischen Gesellschaftstheorie (Marx, Horkheimer, Adorno) ausgehend, bestimmt der Autor Antisemitismus als ökonomischsozialpsychologisches Phänomen, das auf der Deformation von Unbewußtem in falsches Bewußtsein beruht. Der Entstehungsprozeß dieses falschen Bewußtseins ist zu erhellen, und hier treffen sich kritische Gesellschaftstheorie und Psychoanalyse in ihrer aufklärerischen Potenz. Den Übergang vom marginalen vorkapitalistischen zum universalen modernen Antisemitismus bringt der Autor mit der Universalisierung der Warenproduktion und des Tauschwerts in einer verdinglichten Welt in Zusammenhang — es zeige sich im historischen Abriß, daß »Jude« und »Wert« im entwickelten Kapitalismus als identisch empfunden werden. Die Universalisierung von Warenproduktion und Wert bleibt aber unerkannt, statt dessen treten Warenfetischismus und Antisemitismus als falsches Bewußtsein zutage.