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Freuds Begriff des Überichs, das die überindividuelle Seite der menschlichen Kultur, die Schaltstelle zwischen Außen- und Innenwelt bedeutet, wird theoriegeschichtlich dargestellt. Der kulturelle Wandel der letzten 100 Jahre hat auch einen Wandel in der »Geschichte der Psyche« bewirkt. Indizien hierfür finden sich in den zentralen Werken und Begriffen von Kardiner (»basic personality«), Erikson (»identity«) und Kohut (»seif«). Vor allem Kohuts Ausführungen zeigen die veränderte heutige Form des menschlichen »Unglücklichseins in der Kultur«.