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Beide Bücher sind, obwohl vorzugsweise für den in der Erwachsenenbildung tätigen Pädagogen geschrieben, auch für Psychoanalytiker interessant. Jeder Psychoanalytiker kennt die Bedeutung der ersten Begegnung, auf deren Besonderheiten man oft im Laufe des psychoanalytischen Prozesses zurückkommt. Die Initialszene enthält in nuce das, was sich später im Lauf des psychoanalytischen Prozesses langsam herausschält. Dies ist in der Pädagogik grundsätzlich nicht anders. Hier handelt es sich allerdings vorwiegend um Gruppen-Situationen, die wiederum der Gruppen-Therapeut gut kennt. In Pädagogik wie in Therapie suchen die Teilnehmer einer Gruppe anfangs vor allem nach Orientierung, um ihre Unsicherheit und Angst angesichts der neuen unvertrauten Situation besser ertragen zu können. Hier wie dort fallen die Menschen leicht auf Vereinfachungen und Typisierungen zurück, auf vertraute Verhaltensmuster und auf Phantasien, die die aktuelle Situation in eine frühere verwandeln. So ist die Anfangs-Situation immer eine soziale Situation, gekennzeichnet durch die Rahmenbedingungen, die Beziehungen zwischen den Mitgliedern einer Gruppe und natürlich die Beziehung zwischen Gruppe und Leiter.
Nur selten aber wird über die Angst eines Dozenten vor seiner Veranstaltung geschrieben. Noch seltener werden Überlegungen darüber angestellt, wie man, ohne in platte Handlungsanweisungen zu verfallen, Anfangssituationen geschickt meistern kann. Der Autor erörtert verschiedene Möglichkeiten, erste Lernkontakte herzustellen, problematisiert Seminarregeln (z. B. Spiele, Paare bilden oder Partnergespräch), übergeht nicht die Schwierigkeiten des Umgangs mit schweigenden Teilnehmern und gibt Hinweise, Hilfestellungen und Ratschläge für Interventionen in Anfangssituationen. Auch hier ist die Parallele zur Psychoanalyse, insbesondere in der Gruppe, deutlich: »Für alle Dozenten ist in der Anfangsphase die Frage der Strukturierung zentral. Wie viele (oder wie wenige) Entscheidungen, die alle Beteiligten betref