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Ausgehend von der psychoanalytischen Grundeinstellung, daß der Traum wesentlicher Bestandteil des psychoanalytischen Prozesses ist und den direktesten Zugang zum Unbewußten des Menschen darstellt, untersucht Andre Haynal die Bedeutung von Träumen im Kontext der analytischen Situation. Da der Analytiker sich für den Traum interessiere, argumentiert Haynal, werde der Traum »durch unser Zutun zu einem wesentlichen Bestandteil, einem konstituierenden Element der psychoanlaytischen Situation und dadurch des psychoanalytischen Prozesses« (S. 159). Diese Nicht-Neutralität, Gegenübertragung im weitesten Sinne, verleihe dem Traum und dem Träumen des Analysanden zusätzlich eine weitere Bedeutung. Wichtig sei nicht nur der Sinn der Inhalte, betont Haynal, sondern auch der Sinn der Tätigkeit des Träumens im Feld der Übertragung-Gegenübertragung: »So kann der Analysand Träume anbieten, als ob sie Geschenke oder Nahrung wären, und dies kann mit der zugestandenen oder verwehrten Bereitschaft zu einer engeren, intimeren Beziehung allerhand zu tun haben« (S. 163). Bei der Aktivität des Träumens sieht Haynal zwei Elemente wirksam: zum einen den Wunsch, durch den sich der Mensch die verlorenen Objekte der Vergangenheit und der Gegenwart wiederbelebe, zum anderen die Kreativität, »deren Ziel darin besteht, die Kontinuität der Wunscherfüllungen herzustellen und Unterbrechungen zu überwinden« (S. 165). Es gelte sowohl die Trauminhalte als auch die inter- und intrapsychischen Kräfte zu verstehen, »die an der Konstruktion des Traumes beteiligt waren« (S. 164). Der Traum wird hierbei mit seinen Trieb- und Abwehrmomenten sowohl inner- als auch interpsychisch verstanden. Haynal bezeichnet es als die Hauptfunktion des Analytikers, »den Assoziationsprozeß des Analysanden immer wieder in Gang zu setzen« (S. 168). Demzufolge hätten die Deutungen des Analytikers »den Patienten in der »Analysanden-Funktion« zu unterstützen, das heißt, ihm zu helfen, die Widerstände