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Sven Olaf Hoffmann versucht durch eine Präzisierung des Begriffs der Internalisierung aufzuzeigen, daß es primitiv strukturierte Formen von Neurosen gibt, deren Entstehung nicht unter triebkonflikthaften Gesichtspunkten zu erklären sei.
In seiner Einführung stellt er die Entstehung und Entwicklung des Begriffs der Identifikation dar, der erstmals in der »Traumdeutung« von 1900 in Zusammenhang mit der Symptombildung bei der Hysterie auftauche, dann in der 1917 entwickelten Theorie der Depression benutzt werde, um die Errichtung des verlorenen Objekts im Inneren zu beschreiben, und schließlich in »Das Ich und das Es« von 1923 einen allgemeinen, psychischen Vorgang bezeichne. Unter dem Oberbegriff der Internalisierung setzt sich Hoffmann mit den Begriffen der Identifizierung und Verinnerlichung auseinander, die er als in Opposition zu den Begriffen der Inkorporation und Introjektion stehend betrachtet. Bei den Introjektionen unterscheidet er mit Wisdom zwischen 1. kernständiger Identifizierung (Bereich der inneren Strukturen) und 2. randständiger Identifizierung (Bereich der Objektrepräsentanzen). An diesen zwei Bereichen zeigt er auf, wie es zu neurotischen Störungen kommen könne, die nicht mit dem traditionellen Muster zu erfassen sind. Für den Bereich der inneren Strukturen verwendet er das Beispiel von Menschen aus der sozialen Unterschicht und meint feststellen zu können, daß bei diesen Menschen ein »Mangel an Identifizierungsangeboten in Teilbereichen zu charakteristischen Defiziten in den Strukturen führt« (S. 108). Es entstehe eine »Konfliktbereitschaft, die aus dem Mißverhältnis zwischen einem hohen Ich-Ideal bei gleichzeitiger schwacher Ausprägung der Ich-Fähigkeiten« (ebd.) erwachse und zur Imitation statt zur strukturierenden Identifizierung führe. Statt Strukturbildung (und damit Objektivität?) stellt Hoffmann