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Gewichtige Gründe müssen vorliegen, um ein vor knapp einhundert Jahren in Deutschland und Österreich erstmals veröffentlichtes Werk, das seitdem praktisch gänzlich dem Vergessen anheimgefallen war, jetzt wieder dem Leser vorzulegen. Obwohl sein Name gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Bereich der Psychotherapie wohlbekannt war und eine Vielzahl von Ärzten sich seiner Behandlungsmethode bedienten, ist es Bernheim nie gelungen, eine schulbildende Wirkung zu entfalten; wie sein Werk, so verschwand auch bald sein Name aus der medizinischen und psychologischen wissenschaftlichen Diskussion. Neben anderen Gründen dürften wesentlich für diesen Verfallsprozeß die Schwierigkeiten, die mit dem Gebrauch der hypnotischen Suggestion verbunden waren, die teilweise engen Grenzen, die diesem Verfahren gesetzt waren, seine oft nur zeitlich begrenzten Erfolge wie schließlich auch die wissenschaftliche Kritik in Form der Entstehung der Psychoanalyse ursächlich gewesen sein.
Freuds ausgesprochenes Zeugnis weist Bernheim nur eine Bedeutung für eine Etappe bei der Überwindung seiner Abhängigkeit von der Hypnose zu. In der Tat — die Lektüre der Freudschen Schriften zu den Neurosen und ihrer Therapie in den Jahren zwischen 1887 und 1893 belegen das zweifelsfrei — ist die Kenntnis des Bernheimschen Verfahrens und dessen praktischer Gebrauch der