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In der Nachfolge von S. Freuds grundlegender Arbeit über das Verständnis depressiver Phänomene, »Trauer und Melancholie« , haben sich vor allem in den vierziger und fünfziger Jahren Autoren um M. Klein, P. Heimann und H. Deutsch, die damals alle in England lebten und arbeiteten, um die psychoanalytische Fortentwicklung der Depressionstheorie bemüht. In den letzten Jahren sind dagegen zumindest, wenn man die deutschsprachigen Zeitschriften durchsieht, kaum neue Konzepte entwickelt worden. Gleichzeitig jedoch sind depressive Störungen zu einer allgegenwärtigen Krankheitsbezeichnung geworden. Depression kleidet sich in vielerlei Gewänder und wird von Ärzten fast aller Fachrichtungen diagnostiziert. »Depressionen« zu haben, ist für viele das einzige noch hinnehmbare Etikett seelischer Krankheit, das sie noch nicht diskriminiert. Hinter ihr kann sich ebenso eine Schizophrenie wie auch eine körperliche Krankheit verbergen.
Diese Vielfalt und Verwirrung ist auch ein erster Ausgangspunkt dieses Buches. Was die Psychoanalyse in den Augen vieler nicht geleistet hat, haben sich andere therapeutische Richtungen zueigen gemacht. Auf dem Gebiet der Psychotherapien entstand in den letzten 20 Jahren eine Fülle unterschiedlicher Betrachtungsweisen depressiver Zustände. Das Buch wendet sich der Darstellung der hieraus entstandenen vielfältigen Therapiemöglichkeiten zu. Es entstand aus der Arbeit der psychiatrischen Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München unter ihrem Leiter Prof. Dr. Hans Lauter. Er stellt dem psychotherapeutischen Teil des Buches ein psychiatrisches Kapitel voran, in dem Krankheitskonzepte, klinische Erscheinungsformen und therapeutische Möglichkeiten der psychotischen, endogenen Depression als der depressiven Erkrankung dargestellt werden, für die psychotherapeutische Behandlung nicht indiziert ist.
Der Herausgeber des Buches, K. D. Sulz, ein von der Verhaltenstheorie kommender Psychologe, hat an der oben genannten Klinik ein multimodales verhaltenst