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»Ich möchte noch einmal ausdrücklich feststellen, daß ich […] unter Beziehungsanalyse keine besondere Methode verstehe, sondern einen Betrachtungsstandpunkt, der […] für die Psychoanalyse als Wissenschaft und die psychoanalytische Therapie charakteristisch ist« (Bauriedl, 1980, S. 85). Immer wieder betonen Bauriedl und Wölpert, die von ihnen vertretene Beziehungsanalyse sei keine Methode, Technik oder Strategie.
Eine Therapie ohne Methode? Das ist erstaunlich, denn sobald man nicht naiv, sondern mit einem (Therapie-)Ziel, der Absicht zu verändern, an andere Menschen herantritt, muß jeder zur Erreichung des Ziels eingeschlagene Weg auch (Behandlungs-)Methode sein. Man muß sich deshalb fragen: Ist die Beziehungsanalyse doch eine Methode oder ist sie keine und verfolgt demnach auch kein Ziel? Um die Beantwortung dieser Frage geht es mir in diesem Beitrag. Die häufigen und ausführlichen Zitate halte ich für notwendig, um die beziehungsanalytische Position wiederzugeben.
Grundlage der Beziehungsanalyse ist die systemische Sichtweise, in der der objektivistische Standort des Wissenschaftlers und Therapeuten aufgegeben wird. Ausgehend vom dialektischen Konfliktmodell wird Therapie als das gemeinsame Erkennen und Überschreiten intra- und interpsychisch etablierter Normen, die der Angstvermeidung dienen, gesehen. Ziel ist nicht ein bestimmtes Verhalten, ein Sollzustand und damit die Erfüllung einer neuen (therapeutischen) Norm, sondern die Herstellung eines »lebendigen Kontakts« (ebd., S. 81). Zentrales Anliegen der Beziehungsanalyse ist, daß der Therapeut sich als ganzer Mensch in eine reale Beziehung hineinbegibt, sich nicht hinter einer Methode oder in seiner Rolle verschanzt und den Patienten als Objekt »behandelt« (in der doppelten Bedeutung). Veränderungen setzen das Erleben, die innere Beteiligung an der gestörten Beziehung voraus.
Über den ursprünglich familien- bzw. sexualtherapeutischen Rahmen hinaus versteht sich die Beziehungsanalyse als Therapieprinzip schlechthin