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Dies ist in meinen Augen die wichtigste größere Arbeit zu Georg Trakl seit langer Zeit und ein Lehrstück tiefenhermeneutischer Deutung poetischer Bildwelten dazu.
Bewegte die Forschung sich bisher zwischen unvereinbaren Positionen — Trakls Gedichte seien nicht deutbar, da sie in reiner Sprachartistik nicht über sich hinauswiesen und ihre Bilder nur sich selbst meinten, oder aber, sie verkündeten eine verborgene Botschaft, oder gar, hier offenbare sich das Unbewußte, oder schließlich, sie seien Dokumente der Schizophrenie, ein Spiegel geistiger Zerrüttung —, so gelingt es Kleefeld, diese Gedichte als sinnvolle Gebilde zu deuten, mit denen eine im psychischen Konflikt entstandene und ihm abgerungene Bildwelt zu bewußt poetischer Ordnung kommt: nicht reine Sprachartistik, nicht nur verborgene Botschaft, nicht bloße Offenbarung des Unbewußten und schon gar nicht nur Dokument einer Pathologie, aber dennoch artistisch, bewußt, unbewußt und von Krankheit geprägt. Trakls Bilder und Figuren — das im Dornbusch