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Eine Theorie sollte in sich konsistent und widerspruchsfrei sein. Sie soll zudem an Beobachtungen überprüfbar sein. Die psychoanalytische Theorie als eine Theorie der Persönlichkeit, als Konflikt-, Abwehr- und Krankheitslehre erfüllt diese Anforderungen nicht. Auch die im Titel des Buches aufgeführten drei Begriffe lassen in der psychoanalytischen Theorie viele Fragen offen. Schon bei Freud finden sich im Laufe der Entwicklung der Psychoanalyse sehr unterschiedliche Definitionen, die zudem häufig widersprüchlich sind. Die Situation ist nicht besser geworden, seit zahlreiche Psychoanalytiker nach Freud, wie zum Beispiel Chasseguet-Smirgel, Grunberger, Kernberg und Kohut, Neudefinitionen versucht haben. Janine Chasseguet-Smirgels Buch über das Ich-Ideal (Psychoanalytischer Essay über die Krankheit der Idealität, Suhrkamp, Frankfurt 1981) hat den Autor besonders herausgefordert, seinerseits neue Definitionen zu wagen, Widersprüche aufzulösen und zu versuchen, eine in sich geschlossene Theorie vorzulegen. Biologisch vorgegebene Triebe werden ebenso bedacht wie gesellschaftlich über Mutter und Vater vermittelte Einflüsse hinsichtlich der Entwicklung