You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Verführung als »spezifische Noxe« der Neurosenätiologie verlor mit Freuds Entdeckung von Abwehr und Widerstand in der Übertragung und schließlich dem Ödipuskomplex an Bedeutung. Seine klinischen Forschungen entfernten Freud vom naturwissenschaftlichen Kausalitätsprinzip und führten ihn zu einer komplexen Theorie der Persönlichkeit und der seelischen Vorgänge. Knörzer entkräftet die von Autoren wie Masson und Miller behaupteten Gründe für Freuds Aufgabe der Verführungstheorie und zeigt, welchen Stellenwert reale Verführung als pathogenes Trauma in Freuds Arbeit behalten hat.