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»Wieso soll die Sonne von sich allein aus der feststehende physikalische Mittelpunkt sein …?«
In einer Zeit, die eher davon geprägt ist, daß Einzelwissenschaften sich mehr und mehr in sich differenzieren und so ausweiten, daß schon Dialoge von Spezialisten unterschiedlicher Subdisziplinen kaum noch möglich erscheinen und Kontroversen unterschiedlicher Schulen eher zu Isolierungen denn zu konstruktivem Disput führen, unternimmt Ernst Anrich den Versuch eines Überblicks über die »Ergebnisse der modernen Physik« und über die »grundlegenden Entdeckungen der Tiefenpsychologie von Freud bis Jung«. Dabei entwickelt er eine Metaphysik gemeinsamer Strukturen dieser zunächst so gegensätzlich erscheinenden wissenschaftlichen Disziplinen. Der Blick von jemandem, der den Mut hat, Physik und Tiefenpsychologie auf ihre Entsprechungen und Ergänzungen hin zu untersuchen, muß geschärft sein für eine Gemeinsamkeit, für eine »Einheit«, eine Metaphysik. Dabei referiert Anrich zunächst Entwicklung und Stand der Physik: das Quantengesetz, das Gesetz von der Gleichzeitigkeit von wellenhaftem und korpuskulärem Sein, die Aussage, daß jedes physische Sein einer Relativierung bedarf, jedes Sein eine »Union der Faktoren« ist und es den apriorischen Raum oder die apriorische Zeit nicht geben kann. »Alles, schlechterdings alles in der physischen Wirklichkeit ist bewegt und bewegend«, so Anrich. Dies bedeutet, daß alles Sein nicht nur einer bestimmten Dynamik unterliegt, die in den sogenannten Naturgesetzen formuliert ist, sondern Dynamik ist. Ein und dasselbe Ding mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten ist in dem jeweils anderen Zustand ein anderes.1 Nur das Zustandekommen vieler Faktoren, das Ergebnis von »Unionsfaktoren«, wie Anrich es nennt, macht das Phänomen, z. B. Licht, erst möglich. Oder um mit Einstein zu sprechen: »Die Realität ist stets ein Ereignis. Die Realität ist stets eine Wirkung aus der dynamischen, funktionalen Seinskraft.« Anrich macht deutlich, daß die »Wirkung« zum