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Seit dem Bericht der Enquěte-Kommission des Deutschen Bundestages über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland zur psychiatrischen und psychotherapeutisch/psychosomatischen Versorgung der Bevölkerung 1975 genießen die halbstationären Einrichtungen als flankierende Maßnahmen der stationären und ambulanten Versorgung zunehmendes Interesse in Fachkreisen und Öffentlichkeit. Tages- und Nachtkliniken funktionieren im psychiatrischen Bereich zur Zufriedenheit von Patienten, Ärzten und Angehörigen. Psychosomatisch Kranke werden in der großen Mehrheit, je nach Symptomatik, ambulant oder stationär durch Allgemeinärzte und Internisten versorgt. Die psychischen Hintergründe der Störung aufzuspüren und psychoanalytisch anzugehen, ist immer noch die Ausnahme. Die Gründe für diese Situation dürften darin liegen, daß unser Gesundheitssystem trotz revolutionärer Ansätze eines Alexander Mitscherlich und seiner Mitarbeiter immer noch auf die Apparate-Medizin aufgebaut ist und sich ökonomisch trotz Kostendämpfungsgesetz als äußerst stabil erweist. Initiativen mit dem Ziel, hier die institutionellen Voraussetzungen zu ändern, stoßen auf massive Widerstände. Angesichts einer derartigen gesellschaftlichen Situation ist es kein Wunder, daß das Experiment »Psychosomatische Tagesklinik Bielefeld« gescheitert ist. Deren Initiatoren haben wohl von Anfang an die Realitäten nicht richtig eingeschätzt: Die institutionellen Widerstände und