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Hirschmann greift in seinem Buch über »Engagement und Enttäuschung« mit beiden Händen in den Erfahrungsschatz des Alltagslebens: Klimaanlagen, Autos und Hifi-Anlagen werden hinsichtlich ihres Konsumwerts unterschieden, die Genüsse der Konsumenten ausgiebig diskutiert. Doch der Ausgangs- und Angelpunkt des Buches ist die für Hirschmann mit — fast — jeder Art des Konsums verbundene Enttäuschung der Konsumenten. Seine theoretische Crux besteht nun darin, daß auf Enttäuschungen mit einem »Präferenzwandel« reagiert wird: Der Verbraucher wendet sich anderen Waren zu.
Hirschmann strebt eine »Phänomenologie der Begeisterung und Enttäuschung« an, die »das Überwechseln von privater Interessenverfolgung zu politischem Handeln und zurück« (S. 15) erklären soll. Dabei stützt er sich auf ein Menschenbild, bei dem er großzügig auf alle Erkenntnisse der Humanwissenschaften verzichtet und stattdessen die vulgärpsychologischen Annahmen bestimmter volkswirtschaftlicher Theorien zu seinem Credo erklärt. Seine »Vermutung« des Präferenzwandels »leitet sich unmittelbar aus […] ökonomischen Prämissen her« (S. 70). Dabei ist sein Anspruch hinsichtlich der Leistungsfähigkeit seiner Überlegungen nicht gerade bescheiden. Beabsichtigt er doch immerhin, »den Realitätsgehalt nicht nur der ökonomischen Theorie der Verbraucherzufriedenheit in Frage zu stellen, sondern darüber hinaus auch den allgemeinerer soziologischer Vorstellungen über die konstitutiven Elemente menschlichen Glücks« (S. 27).
Hirschmanns vom »Wachstumsschmerz« der modernen Wohlfahrtsgesellschaft gebeutelter Konsument wendet sich also, mit Kühlschrank, Auto und Waschmaschine unzufrieden, der Politik zu. Was als privates Konsumglück versagt blieb, soll nun, einem Bedürfnis zweiter Ordnung folgend (S. 80), durch das »Streben nach »öffentlichem Glück«« (S. 93) verwirklicht werden. Der Ex-Konsument wird nun zum geläuterten Weltverbesserer (S. 98), der doch zumindest den Sekundärerfolg der Selbstverwirklichung haben wird. »All das deutet