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Abgesehen von Sigmund Freuds Darstellung dienen dem Autor Schriften von Jacques Lacan und Charles Melman als Bezugspunkte bei seiner Beschäftigung mit dem Rattenmann. Der Text ist Produkt eines Einführungskurses über Freud, den der Autor 1977 an der Pariser Universität VIII hielt.
Der Autor will weder Freud angreifen noch sucht er Streit mit anderen Kollegen wegen der Art und Weise, wie Freud den Fall behandelte und verstand. Zwar könnte man, meint er, Kritik üben, aber sein Anliegen »ist, die Quellen … [des Textes] zu entdecken, sie herauszuarbeiten und zu amplifizieren« (S. VII). Schneiderman will sich hineindenken, hineinfühlen in Freuds Bericht und, mit Lacan und Melman als Wegweiser, seine Leserinnen und Leser in Tuchfühlung mit dem Rattenmann bringen. Wünscht man sich eine Darstellung des Rattenmanns in der Terminologie Lacans, so wird man dieses Buch in die Hand nehmen und es, vermute ich, gerne bis zu Ende lesen. Denn es ist schön geschrieben, unbelastet von irgendwelchen Hinweisen auf die Geschichtlichkeit des Falles und der Forschung über den Fall. Der Autor hat einen verführerischen Stil, der Stimmung schafft. Es fehlt ein Namen- und Sachregister.