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Das Andenken Fritz Morgenthalers ehrend, wurden im Winter 1985/86 in Zürich Vorträge zum Thema »Sexualität« gehalten, die ein vom »Psychoanalytischen Seminar« herausgegebener Band präsentiert — mit einer Ausnahme: Reimut Reiches Vortrag ist bereits andernorts erschienen (Psyche 9/1986), weshalb dieser Autor weiterführende »Gedanken zur latenten Perversion bei der Frau« in den Sammelband einbrachte, die sich wesentlich um eine Fallgeschichte gruppieren. Und vom Text, den Nicolas Abraham — aus unerfindlichen Gründen fehlt sein Name unter den auf der Buchrückseite aufgeführten Autoren — gemeinsam mit Maria Torok über das »verlorengegangene Objekt« und über eine besondere — nämlich die »endokryptische« — Form der Identifikation geschrieben hat, läßt sich nicht genau sagen, ob dieser 1973 erstmals gehaltene und 1975 schon publizierte Vortrag nun noch einmal — knapp anderthalb Jahrzehnte später — in Zürich referiert oder nur als Lückenfüller in den Band aufgenommen worden ist. Die entsprechende Fußnote gibt hierüber keine erschöpfende Auskunft.
Leider macht der Band insgesamt den Eindruck einer wenig sorgfältigen Edition, was insbesondere auf den Beitrag von Volkmar Sigusch zutrifft. Dessen Text, der zwar die Gesinnung des Autors, nicht aber unbedingt den Sinn mancher pompöser Satzkonstruktionen preisgibt, hätte man einen freundlichen, der deutschen Sprache geneigten Lektor gewünscht, der vielleicht — ebenso wie der Rezensent — an Sätzen wie diesem Anstoß genommen hätte: »[…] schmerzhaft klagen die malträtierten Sexualorgane auf Blutentleerung« (S. 145). Den klagenden Sexualorganen stehen endlos weitere Klagen des Autors über das Schicksal des Sexus unter gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen zur Seite, die aber häufig zu nichts weiter als aufgeblähten, schiefen Bildern führen: »Beziehungen aber, wie verdinglicht auch immer, sind noch als Substitute, die im Fetisch Liebe bereits als der eigentliche Zweck durchschimmerten, phantastisch und leibhaft, sie liegen im Magen