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Zu den zwei Lehrbüchern über Grundzüge und Praxis der Psychoanalyse fügt Brenner nun ein drittes zur Theorie des psychischen Konflikts hinzu. Ob dieses Buch nun ein »Meilenstein« in der psychoanalytischen Literatur werden wird, wie der Klappentext es dem Leser nahezulegen versucht, wird sich erst zeigen müssen; die bisher erschienenen Rezensionen jedenfalls dämpfen diese Hoffnung beträchtlich. Man kann es als ein Lehrbuch ansehen, das in einfacher Sprache in die psychoanalytische Denk- und Verstehensweise einführt. Der systematische Aufbau, die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels und ein hohes Maß an Redundanz zeigen neben der psychoanalytischen auch eine pädagogische Begabung des Autors, so daß das Buch Teilnehmern und Kandidaten psychoanalytischer und psychotherapeutischer Ausbildung vorsichtig empfohlen werden kann. Für diejenigen allerdings, die mit der Psychoanalyse etwas vertrauter sind und des Englischen mächtig, genügt es meines Erachtens vollends, Brenners Aufsatz: »Affeets and psychic conflict«, (Psychoanal. Quart. 44, S. 5-28) zu lesen, da das Buch im wesentlichen die Thesen und Grundzüge dieser Arbeit aufnimmt und nur Einzelaspekte wirklich weiterführt. Seine grundlegenden Thesen über die Affekte und den psychischen Konflikt findet man auch in seinem Buch »Praxis der Psychoanalyse«. Die vorangestellten wissenschaftstheoretischen Überlegungen sowie die nachgestellten kulturtheoretischen bzw. sozialpsychologischen Betrachtungsweisen sind sehr verkürzt und müssen daher eher als schlicht bezeichnet werden. Sicher wird ein psychoanalytischer Ansatz, der die Objektbeziehungspsychologie und die Selbstpsychologie weitgehend ausklammert, auch in seinem Wissenschaftsverständnis sich entsprechend einengen. Jedoch scheint mir die Einordnung der Psychoanalyse in die Naturwissenschaften und die Beschreibung des Psychoanalytikers als Empiriker, der wie ein Physiker Ursache- und Wirkungsrelationen untersucht, wissenschaftstheoretisch zu kurz geschlossen. Die Besch